Das Bellen in der Nacht
Das Rijksmuseum beschreibt einen Druck über die Nacht vom 11. auf den 12. September 1572: Wilhelm I. lag in seinem Zelt bei Bergen im heutigen Belgien. Dem Bildtext zufolge weckte ihn das Gebell seines Hundes gerade rechtzeitig, sodass ein Anschlag misslang.
Die Szene ist gut erzählbar: Im Dunkeln regt sich etwas vor dem Zelt. Der Hund wird unruhig und bellt. Sein Mensch erwacht. Doch der Druck wurde erst 1779 geschaffen, mehr als 200 Jahre nach dem dargestellten Ereignis. Er zeigt, dass die Geschichte später erzählt und abgebildet wurde; er ist kein Augenzeugenbericht.
Und war der Retter ein Mops?
Ein weiteres Objekt des Rijksmuseums nennt den Hund in seinem Titel Pompey. Die Beschreibung des Drucks von 1779 spricht schlicht von Wilhelms Hund. Sie belegt nicht, welcher Rasse er angehörte. Wenn Pompey in Mopsgeschichten als Mops erscheint, gehört diese Zuordnung daher mit einem Fragezeichen erzählt.
Als Hundegeschichte hat die Episode ihren Reiz: Das Bild eines aufmerksamen Begleiters bleibt. Als gesicherte Geschichte über einen Mops können wir sie mit diesen Quellen nicht ausgeben.